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Jubileets logotype har sin grund i en bild, målad av dåtidens främste blommålare, Georg Dionysius Ehret. Bilden beskriver sexualsystemets klass 10.
Linnéjubileet
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Leben und Werk

Carl von Linné ist der bekannteste schwedische Naturforscher, sowohl in Schweden als auch international. Plätze tragen seinen Namen, Stellen auf dem Mond sind nach ihm benannt, er ziert schwedische Geldscheine und Linnea ist ein beliebter schwedischer Mädchenname. In der Wissenschaftsgeschichte prägte Linné eine ganze Epoche. Die linnésche Ära war gekennzeichnet von dem Versuch, die gesamte Natur zu inventarisieren, zu klassifizieren und zu benennen.

Systematisierung der Natur
Linné ist vielleicht am bekanntesten als Blumenkönig und für sein Sexualsystem (seine Klassifikation des Pflanzenreiches auf der Grundlage der Blütenmerkmale). Aber Linné beschäftigte sich nicht nur mit dem Pflanzen-, sondern auch mit dem Mineral- und Tierreich. Er interessierte sich für alle Gebiete der Natur und wollte die gesamte Natur systematisieren. Linné schuf die bekannte binäre Nomenklatur, bei der die Tier- und Pflanzenarten mit Gattungs- und Artnamen gekennzeichnet werden. Zu seiner Systematik verfasste Linné eine Reihe von Regelbüchern, die - nach anfänglichem Widerstand - nicht nur die Biologie, sondern auch andere Wissenschaften beeinflussen sollte. Linné reinigte die Sprache, gab seiner Wissenschaft eine feste Terminologie, formulierte den Artbegriff und setzte Maßstabe für die Naturalgeschichte. In Linnés System und mit Linnés Terminologie heißt beispielsweise der moderne Mensch Homo sapiens (Art) und ist ein zu den Primaten (Ordnung) gehörendes Säugetier (Klasse).

Linnés Weltbild verbreitet sich
Das Weltbild Linnés breitete sich nicht nur in Akademiker-, sondern auch in Laien-Kreisen aus. Durch die Schüler Linnés, die in der Welt weiter kamen als beinahe alle Schweden vor ihnen, verbreitete sich Linnés Weltbild global. Der Tod der Linné-Schüler in fernen Ländern trägt heroische Züge, viele Linné-Schüler starben für die Wissenschaft. In Linnés Namen wurden spektakuläre Expeditionen und wissenschaftliche Erhebungen unternommen; aber auch Menschen, die an verschiedenen Orten der Erde in aller Stille sammeln, systematisieren und die Natur genießen, stehen in Linnés Tradition. Linnés Kreativität und Neugier hinterließen nicht nur in den Wissenschaften, sondern auch in der Literatur und anderen Kultursparten Spuren.

Zeitdokumente
Linnés Schriften zeigen auch, wie Schweden im 18. Jahrhundert aussah; sie verdeutlichen, wie sich das Land in den letzten Jahrhunderten veränderte. Die Plätze, die besonders eng mit Linné verknüpft sind - sein Geburtsort in Småland, sein Schulort Växjö, die Städte Lund und Uppsala, deren Universitäten er sein Leben lang treu verbunden blieb - setzen sich besonders für das Andenken an Linné ein. Indem wir Linnés große Briefsammlung und Schriften lesen, seine Wohnorte besuchen und uns mit den dort erhaltenen Gegenständen auseinandersetzen, können wir Linné näher kommen. Wir können uns von seinem Charme verzaubern lassen - und auch andere Seiten dieser interessanten Persönlichkeit kennen lernen.

Linnés Erbe lebt
Das Erbe Linnés ist reich - und keinesfalls statisch; es wächst und verändert sich. In der heutigen Zeit ist es beispielsweise angebracht, Linnés Interesse für die Wirtschaft oder - wie man damals sagte - „Haushaltung“ hervorzuheben, und zu betonen, wie die Wirtschaft mit der Ökologie - von Linné „Ökonomie der Natur“ genannt - verwoben ist. Wir verstehen Linné heute nicht nur als erfolgreichen Wissenschaftsunternehmer, sondern auch als Mann, der über den Erfolg und den Sinn des Lebens nachdachte.

 
Gunnar Broberg

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