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Linné-Stätten

Das Linné-Jahr ist eine gute Gelegenheit, sich intensiver mit der Architektur des 18. Jahrhunderts auseinander zu setzen und zu untersuchen, wie die europäischen Impulse mit den regionalen Traditionen und der Verfügbarkeit an Baumaterialien zusammengebracht wurden. Indem wir die Orte besuchen, an denen Carl von Linné lebte oder studierte, kommen wir Linnés Zeit näher. Diese Stätten sind nicht nur schön anzusehen, sondern geben dem Besucher auch Einblick in das bäuerliche Alltagsleben des 18. Jahrhunderts.

Nils Linnaeus wurde 1705 in Småland im Kirchspiel Stenbrohult als Pfarrer angestellt und zog nach Råshult. Sein Sohn Carl wurde 1707 in einem Gebäude geboren, das vermutlich rechtwinklig zum heutigen Linné-Haus stand. Der Hof brannte ab, und das heutige Linné-Haus wurde erst Ende des 18. Jahrhunderts gebaut. Im Jahr 2004 untersuchten Archäologen das Gelände und entdeckten Reste mehrerer Gebäude, die um einen gepflasterten Hof gelegen hatten.

Auf dem zum Hof gehörenden Grund und Boden hatte man Anpflanzungen oder schlug man Gras. Holzzäune schützten das Kulturland vor den Weidetieren, die auf dem vom Hof abgelegenen Grund und Boden grasten. Die Landschaft beim Hof wurde in den vergangenen Jahren wiederhergestellt und sieht nun aus wie zu Linnés Zeit. Kleine Äcker, Waldweiden und Wiesenflächen prägen die mosaikartige Landschaft. Auf der Mehrzahl der steinigen Äcker werden alte Gersten-, Hafer-, Roggen- und Flachssorten angebaut. Das Wiesenland pflegt man wie in alten Zeiten. Da die Laubbäume gekappt werden, haben sie eine spezielle Form.
Beim Kappen werden die Jahrestriebe und Zweige der Bäume abgeschnitten und als Winterfutter, als Brennstoff oder für Handwerksprodukte genutzt. Auf dem Kulturland wird kein Kunstdünger ausgebracht, was die biologische Vielfalt fördert. Im Gebiet wachsen Lungen-Enzian, Wald-Läusekraut, Gemeine Kreuzblume, Arnika, Niedrige Schwarzwurzel und Geflecktes Knabenkraut. Als Linné zwei Jahre alt war, wurde sein Vater Gemeindepfarrer in Stenbrohult, und die Familie zog in das Pfarrhaus bei der mittelalterlichen Kirche, in der Nils Linnaeus tätig war. Die heutige neoklassizistische Kirche wurde zwischen 1828 und 1830 errichtet. Am Rand des Friedhofes liegt eine Kellertreppe - mehr ist vom alten Pfarrhaus nicht übrig.

Linné besuchte die Schule Karolinerhuset in Växjö. Das Ende des 17. Jahrhunderts gebaute Schulhaus ist außerordentlich gut erhalten. Nachdem er das Abitur gemacht hatte, begann Linné in Lund zu studieren. Er war Untermieter bei Professor Kilian Stobaeus in einem Haus in der Nähe des Domes. Dieses Gebäude steht heute nicht mehr. Nach einem Jahr wechselte Linné an die Universität Uppsala.

1739 heiratete Carl Linnaeus Sara Elisabeth Moraeus auf deren Familiengut Sveden bei Falun. Sveden war ein Bergmannhof, zu dem drei große, gezimmerte Häuser gehörten. Im Hochzeitshäuschen sind gut erhaltene Wandmalereien mit biblischen Motiven zu sehen. Linné fühlte sich bei seinen Schwiegereltern sehr wohl und besuchte sie oft. Auf dem Gut wurde 1741 Linnés Sohn und Erbe geboren. Das Hochzeitshäuschen gehört heute zum UNESCO-Welterbe der historischen Industrielandschaft um den Berg Stora Kopparberget in Falun.

Im Jahr 1741 bekam Linné eine Professur in Uppsala. Dort wohnte er an der Straße Svartbäcksgatan, in dem Gebäude, das nun das Linné-Museum beherbergt und bei dem der heutige Linné-Garten liegt. Das Haus war 1693 von Olof Rudbeck d. Ä. - Professor für Medizin, Botaniker, Historiker, Erfinder und Architekt - gebaut worden. Rudbeck war auch der Gründer des Botanischen Gartens der Universität Uppsala.

Als die Familie Linné einziehen sollte, waren Haus und Garten in schlechtem Zustand, und das Gebäude wurde renoviert. Das Erdgeschoss richtete man für die Linné-Familie ein. Der erste Stock beherbergte eine wissenschaftliche Abteilung mit Vorlesungssaal, Bibliothek, Arbeitszimmern und Zimmern für Linnés Sammlungen. Das Haus und der Garten wurden zu einem internationalen Zentrum für medizinische und naturwissenschaftliche Forschung. Hier unterrichtete und forschte Linné, hier schrieb er bahnbrechende Bücher und widmete er sich dem Briefwechsel. Pflanzensamen, Pflanzen und Tiere aus aller Welt wurden Linné geschickt.

Linné, der sich nach dem Land sehnte, kaufte 1758 den ungefähr 15 Kilometer vor Uppsala liegenden Hof Hammarby Er ließ ein stattliches zweistöckiges Hauptgebäude errichten, das standesgemäß eingerichtet wurde. Linné fürchtete die Gefahren eines Brandes. Deshalb ließ er auf der Anhöhe hinter dem Wohnhaus ein kleines Museumsgebäude aus Stein errichten, in dem er seine Sammlungen unterbrachte. Der heutige Garten ist eine Anlage aus dem 19. Jahrhundert, aber im Park und auf dem Hügel hinter dem gelben Museumsgebäude sind Überreste von Linnés Garten zu finden. Die Familie verbrachte die Sommer auf Hammarby, und Linné kam mit Privatschülern hierher. Linné kaufte auch den Hof Sävja und weitere Liegenschaften in der näheren Umgebung.

Monika Minnhagen-Alvsten,
nationale Koordination Linné-Stätten
+46-8-519 180 90

Die kleinräumige Kulturlandschaft in Råshult. Foto: Lars-Ola Borglid
Alle Tiere auf Råshult gehören alten schwedischen Landrassen an. Foto: Lars-Ola Borglid
Interiör des Hochzeitshäuschens auf dem Gut Sveden. Foto: Marita Jonsson
Linné-Museum. Hier lebte Carl von Linné 1743-1778. Foto: Anders Damberg
Das Schlafzimmer auf Hammarby ist mit botanischen Tafeln tapeziert. Foto: Marita Jonsson