In English
Jubileets logotype har sin grund i en bild, målad av dåtidens främste blommålare, Georg Dionysius Ehret. Bilden beskriver sexualsystemets klass 10.
Linnéjubileet
Carl von Linné
Trädgård
Internationell verksamhet
Turism
Skola
Ungdom
Vetenskap & forskning
Kalender

Reisen

Nordschweden
Im Mai 1732 schwang sich Linné auf sein Pferd und machte sich auf den Weg nach Lappland, das - wie er auch in seinem Antrag um finanzielle Unterstützung geschrieben hatte - ganz anders als das übrige Schweden ist. Linné war erst 25 Jahre alt, aber seine Unerfahrenheit kompensierte er durch Entschlossenheit und Neugier. Das Reisen war damals nicht leicht, und Linné musste in Lappland große Strapazen auf sich nehmen. Aber Linné gewann viele neue Kenntnisse und Erfahrungen. In seiner Reiseerzählung „Iter Lapponicum“ schilderte Linné beispielsweise die Sitten und Bräuche der Samen, die er für ihre Anpassung an die karge Natur bewunderte.
Die nächste Reise trat Linné 1734 im Auftrag des Regierungspräsidenten von Dalarna an. Er besuchte nicht nur Dalarna, sondern auch das Femund-Gebiet, das damals noch zu Schweden gehörte, heute allerdings in Norwegen liegt. Linné war mit einer bunt gemischten zehnköpfigen Gesellschaft unterwegs; jeder Reiseteilnehmer ging einer anderen Aufgabe nach. Diese Reise ist in „Iter Darlecarlicum“ beschrieben.

Europa
In Lappland erstand Linné eine traditionelle Samen-Tracht und eine samische Trommel. Diese sollten sich während seines Aufenthaltes in den Niederlanden, wo er doktorierte, als effektive Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit erweisen. Linné reiste und arbeitete drei Jahre lang in den Niederlanden, in Frankreich und in Großbritannien. Im Sommer 1738 kehrte er nach Schweden zurück und heiratete bald darauf. Zusammen mit anderen jungen, auslandserfahrenen Männern, die um die Bedeutung der Naturwissenschaften für die Wirtschaft wussten, gründete Linné 1739 die Königliche Akademie der Wissenschaften. 1741 wurde Linné Professor in Uppsala.

Südschweden
Noch bevor Linné seine Professur antreten konnte, bekam er den Auftrag, nach Öland und Gotland zu reisen. Wie schon auf der lappländischen Reise, sollte Linné Dinge erforschen, die ganz Schweden von Nutzen sein konnten. Eigentlich hätte Linné im Rahmen dieses Auftrages auch gleich noch nach Västergötland reisen sollen. Aber seine Verpflichtungen als frisch ernannter Professor verunmöglichten dies. Die Lehrstuhlaufgaben verzögerten auch den Druck des Berichtes über die Reisen nach Öland und Gotland bis ins Jahr 1745.
1746 konnte Linné schließlich die Reise nach Västergötland, Bohuslän und Dalsland antreten. Dabei besuchte Linné auch die Tafelberge Västergötlands. Der Reisebericht wurde 1747 veröffentlicht. Die letzte längere Reise, die Linné unternahm, führte ihn 1749 nach Schonen. Auch diese Fahrt wurde mit staatlichen Mitteln finanziert. Linné war nun etabliert und durfte mit der Pferdekutsche reisen. Die Ergebnisse der Schonen-Reise wurden 1751 publiziert; dieser Bericht ist neben der Reiseerzählung über Lappland wohl Linnés inhaltsreichste Reiseschilderung.

Reisen der Linné-Schüler
Nach seiner Schonen-Reise fuhr Linné fast nur noch nach Stockholm, um die Akademie der Wissenschaften und seinen Freund Abraham Bäck zu besuchen. Aber Linné sandte viele seine Schüler - oft Apostel genannt - aus. Sie sollten in verschiedenen Teilen der Welt den gleichen Aufgaben nachgehen, denen Linné sich in Schweden gewidmet hatte.

 

Foto: Sören Hallgren
© Linné-Museum